6. November 2017

Wardrobe Basic aus Jacquard

Aus der Ausgabe 05/2013 der Ottobre kommt das Schnittmuster dieses Basic-Blazers. Und es handelt sich hierbei tatsächlich um ein Basic-Teil welches eher den sportlichen als eleganten Charakter hat. 


Man kann den Blazer sicherlich auch füttern aber das habe ich mir gespart. Das ist auch bei Ottobre gar nicht vorgesehen. Vorgesehen sind allerdings Abnäher in den vorderen Teilen und im Rückenteil, die ich ebenfalls weggelassen habe. Erstens sitzt die Jacke auch prima ohne der Abnäher und zweitens finde ich das bequemer so. 

Begeistert hat mich der Jacquard, den ich bei Traumbeere bestellt habe. So eine tolle, weiche Qualität, die wirklich null knittert. Reine Baumwolle mit Elasthananteil, was will man mehr?



Was habe ich hier verändert? Fangen wir mal so an: zugeschnitten habe ich den Blazer gute 7 cm länger weil mir die angegeben 59 cm als sehr kurz erschienen. Bei der Anprobe musste ich allerdings feststellen, dass hier gerade die Länge die Pfiffigkeit des Kleidungsstückes ausmacht. Meine Jacke hat jetzt eine Länge von 55 (!) cm und ich finde, dass sie genau richtig ist. 

Die Belege an der vorderen Kante habe ich mit einem Dreifachstich angenäht. Das streckt meiner Meinung nach die Optik. Gesäumt habe ich dann aber doch lieber mit dem vorgeschlagenen Blindstich, schön mit der Hand, wie sich das gehört...

Sonst habe ich mich an das Schnittmuster gehalten. Hier passen alle Nahtzeichen und der Blazer ist wirklich schnell genäht. 


So, ich tauche jetzt in den Urlaubsmodus ab. Jawohl, im November und dann auch noch in Deutschland! Wir wollen den Harz unsicher machen und so ganz nebenbei ein paar Stoffgeschäfte in Göttingen aufsuchen... Das nenne ich Urlaub ☺

Schnittmuster Wardrobe Basic, Ottobre 5/2013, Größe 40
Verlinkung: MMM und After Work Sewing

31. Oktober 2017

Eine modifizierte AMY

Ein absolutes BASIC-Schnittmuster ist AMY: ein Raglanshirt von pattydoo, welches die Ina irgendwann als Freebie zur Verfügung gestellt hat wenn man den Newsletter abonniert hatte.

Voller Vorfreude habe ich das Schnittmuster zusammengeklebt denn ich wollte endlich mein SoftTouch von lillestoff verarbeiten, welches sich einfach unglaublich toll anfühlt. Wie bei allen Schnitten von pattydoo ist auch hier die Nahtzugabe schon enthalten und das erleichtert die Arbeit enorm! Allerdings war diesmal irgendwas anders... Schon beim Nachmessen auf dem Schnittmuster habe ich festgestellt, daß die AMY unglaublich groß ausfällt und vorsichtshalber die Größe 36 zugeschnitten. Im Nachhinein weiß ich, dass ich auch mit der Größe 34 ausgekommen wäre denn ich musste sowohl in der Länge als auch an den Seitennähten Einiges wegnehmen.



Die Ärmel habe ich der aktuellen Mode entsprechend im Ellbogenbereich geteilt, Mehrweite dazugegeben und gekräuselt. An sich keine schlechte Idee, die aber mit meinem Stoff nicht wirklich funktioniert hat. Das Material ist zu "soft", man sieht die Kräuselung kaum aber erstens ist das jetzt nun mal so und zweitens kann ich trotzdem damit leben. 



Seitdem die HappyPress bei mir eingezogen ist, werden fast alle genähten Stücke mit Motiven versehen. Ich kann einfach nicht anders. Das macht so unglaublich viel Spaß und funktioniert auf Anhieb. Nur die Motivauswahl gestaltet sich jedesmal schwierig, keine Ahnung ob ich so unentschlossen bin aber es dauert Stunden bis ich das passende Motiv gefunden habe.


Et voilá, fertig war mein neues Shirt ☺ Erwartungsgemäß fühlt sich das gute Stück traumhaft und soft an. 

Wenn es noch etwas wärmer wäre, könnte ich auch freundlicher auf den Fotos gucken. Ich friere immer fürchterlich und habe wirklich den allergrößten Respekt vor Euren Fotokunstwerken. Wie macht Ihr das bloß? Ich schaffe es gerade für 2 bis 3 Minuten vor die Tür und muss dann aber ganz schnell wieder in mein warmes Häuschen ☺


Schnittmuster: AMY von pattydoo (gab es mal als Freebie)
Stoff: SoftTouch von lillestoff, altrosé
Plottermotiv: Silhouette Store
Verlinkung: MMM und After Work Sewing

22. Oktober 2017

Große Blusenliebe mit No. 6

Bei neuen Schnittmustern aus Webware versuche ich eigentlich immer häufiger, das Kleidungsstück erst aus einem s.g. Probestoff zu erstellen. Meistens sind das bei mir irgendwelche "Schrankleichen", die ich irgendwann und irgendwo gekauft habe und mich immer wieder gefragt habe, was ich nun damit anstellen soll...

Nicht zum ersten mal stelle ich dabei fest, dass mir die Stoffe in einem vernähten Zustand sehr gut gefallen und bin froh, mein "Probestück" zu besitzen.

Das Schnittmuster für das Blusenshirt No. 6 von lillesol & pelle ist nicht neu aber von mir noch nie umgesetzt worden. Bis jetzt. Und ich hätte es schon längst nähen sollen denn dieser Blusenschnitt ist wunderbar: lässig, leicht und luftig. 



Da ich meinem abgelegten Stoff nicht traute, habe ich beschlossen, eine Paspel an den Schulterpassen einzusetzen. Das Ergebnis sollte nicht ganz so langweilig aussehen und außerdem habe ich so meine liebe Mühe mit den Paspeln. Also übte ich an diesem Kleidungsstück so lange, bis ich mit den Abständen endlich zufrieden war. 

16. Oktober 2017

Hallo Herbst mit Get Moving!

Normalerweise beende ich meine angefangenen Projekte bevor ich zum nächsten Vorhaben übergehe. Normalerweise... Bei diesem Hoodie hier war es jedoch anders und ich weiß nicht mal warum. Ständig kam irgendwas dazwischen: eine neue Ausgabe La Maison Victor, der Kauf von neuen, tollen Stoffen oder schlicht und weg keine Zeit. Alles Ausreden aber nun ist es soweit und pünktlich zum Herbstanfang kann ich den Kapuzenpulli mit dem sportlichen Namen "Get Moving" anziehen ☺



Den passenden Stoff habe ich irgendwann mal im Frühjahr bei Stoffmetropole bestellt - einen wild geblümten Sommersweat mit (leider) wenig Stretchanteil. Das "leider" bezieht sich auf die Tatsache, dass der Pulli schon sehr figurbetont geschnitten ist und ich eine Nummer größer hätte auswählen müssen. Aber so what - der Hoodie ist nicht zu eng jedoch auch nicht so "großzügig" wie ich das sonst kenne.


Die Besonderheit dieses Schnittes (Hoodies gibt es wie Sand am Meer...) sind die s.g. Sattelärmel (hier mit Dreifachstich betont) und die Eingrifftaschen mit denen ich einen ganzen Abend "gekämpft" habe. Den Kampf habe ich dann aber irgendwann mal gewonnen und nun sehen sie (fast) perfekt aus...



Getreu dem Motto "Auch Kleinigkeiten können begeistern" setzte ich die tollen bunten Ösen von Snaply Nähkram im vorderen Bereich der Kapuze ein. Einfach nur so als Eyecatcher - eine besondere Funktion verbirgt sich nicht dahinter.


Ich hoffe, Euch gefällt mein neuer Hoodie! Wir haben gestern bei diesem herrlichen Wetter eine Fahrradtour unternommen und passend zum Anlass hat mich Get Moving begleitet ☺


Schnittmuster: Get Moving, Ottobre 5/2015, Größe 38
Stoff: Sommersweat (wie oben beschrieben)
Verlinkung: MMM und After Work Sewing 

4. Oktober 2017

Nähtrends zum ersten Mal...

Vor einigen Wochen hat mir mein lieber Ehemann eine wunderbare Zeitschrift mitgebracht, die ich bis dato noch nicht kannte. NÄHTRENDS - die deutsche Ausführung der spanischen Patrones. 

Das Magazin erscheint wohl zehn mal im Jahr und zumindestens diese Ausgabe ist voller trendiger Schnitte, die mich auf Anhieb begeistert haben ☺ Es ist wichtig zu wissen, dass alle Schnittmuster für die Körpergröße 165 cm (für mich mit 163 cm ideal!) ausgelegt sind und die meisten vor ihnen in nur 3 Größen angeboten werden: 38/42/46. Es gibt ein paar Modelle für große Größen aber diese bilden lediglich eine Ausnahme.


Nach langem Hin und Her und einem Einkauf beim örtlichen Stoffgeschäft habe ich mich für mein erstes Projekt entschieden: ein Kleid sollte es werden. Im Magazin wird dieses Modell als "Folklore-Kleid" bezeichnet weil - und das finde ich eigentlich sehr schön - der Originalstoff aufwendig bestickt wurde.


Nun kann ich aber weder sticken noch habe ich eine Maschine mit dieser Vorrichtung. Und um ehrlich zu sein: ich habe auch gar keine Lust dazu. Das ist tatsächlich ein Bereich in meiner kleinen Hobbywelt, der mich überhaupt nicht reizt, auch wenn ich mir bestickte Kleidungsstücke durchaus kaufen würde.

Seit geraumer Zeit träumte ich von einem Kleid im klassischen Hahnentrittmuster und wollte mir diesen Wunsch nun erfüllen. Der örtliche Stoffdealer hatte zu meiner völligen Überraschung eine wirklich große Auswahl an diesen Stoffen und die Wahl fiel auf eine relativ schwere und warme Qualität. Es handelt sich dabei um einen festen Webstoff, der aber ganz weich fällt und sich wundbar anfühlt.



Was macht das Schnittmuster in meinen Augen so besonders? Zuerst mal die tiefe, asymmetrische Taille und die damit verbundene Länge des rückwärtigen Rockteils. 



Auch die Raffung des Rockes ist sehr vorteilhaft, das sieht feminin/verspielt aus. Und trotzdem finde ich, dass gerade die Schlichtheit des Kleides es zu etwas Besonderem macht. Also für mich, ich mag gerne schlichte Kleidungsstücke.

Und nun kommen wir zu der Umsetzung... Ich habe wirklich noch nie nach so einer "sparsamen" Anleitung genäht. Dagegen sind die, für mich so schwer verständlichen Burda-Beschreibungen, wirklich ausführlich und detailliert dargestellt. Hier beschränkt man sich auf das absolut Wesentliche und es braucht wirklich eine gewisse Näherfahrung um zu wissen: was, wie und wann man es tut. So schön wie dieses Magazin auch ist, ich kann es absolut keinem Nähanfänger empfehlen!

Beim Schnitt musste ich diverse Änderungen vornehmen. Das Oberteil ist in Größe 40 (die es ja gar nicht gibt) genäht, beim Rockteil bin in fast bei der Größe 36 (die es ebenfalls nicht gibt) angelangt. Ihr seht also - eine kleine Herausforderung und zwar auf der ganzen Linie. Das alles unter Berücksichtigung des Musters aber ich habe es geschafft und bin ein bisschen stolz auf mich ☺

Und Ihr? Kennt Ihr diese Zeitschrift und wie sind Eure Erfahrungen mit den Modellen? Ich lasse mich ja nicht so schnell entmutigen und habe bereits über eBay Kleinanzeigen eine ältere Ausgabe bestellt... Der Leidensdruck war also nicht groß genug und ich freue mich schon richtig darauf 😏


Schnittmuster: Nähtrends 8/2017
Stoff: vom örtlichen Stoffhändler
Verlinkung: RUMS

26. September 2017

Ein neues Herbstkleid in meiner Lieblingsfarbe: RONJA

Letzte Woche erschien das neue Sweatkleid-Schnittmuster RONJA von pattydoo und ich kam nicht umhin, es zu bestellen. Besonders angetan hat es mir die Variante mit geformten Seitennähten, dadurch sieht das Kleid zwar immer noch sportlich aber zugleich auch ein bisschen feminin aus.

Wie gerufen kam hier das Sommersweat aus meinem Stoffbestand, zumal es sich hier um meine absolute Lieblingsfarbe handelt. Lange habe ich recherchiert womit man diese Farbe kombinieren könnte. Leider ist die Auswahl hier nicht groß: weiß, grau und schwarz. Das sind zumindestens die Farbtöne, die meiner Meinung nach, am besten zu diesem Royal-Blau passen. 

Also entschied ich mich für schwarz und ich finde, dass es die richtige Entscheidung war ☺


In die Seitennähte arbeitete ich ein schwarzes Paspelband ein. Das ist zugegebenerweise mit Mehraufwand verbunden aber es lohnt sich auf jeden Fall!


Das Kleid ist easy peasy zu nähen. Auch das Einsetzen der Kapuze bereitet dank der genauen Erklärung von Ina keine Schwierigkeiten. Meine übliche Kaufgröße 38 passte auch auf Anhieb, was will man mehr?

Einen einfachen Unistoff kann man immer ein wenig mit einem schönen Plottermotiv "aufwerten" also bekam mein Kleid einen Schriftzug in der Kontrastfarbe, den man hier als Freebie runterladen kann.



So gerüstet für die kommenden Herbsttage verabschiede ich mich von Euch und hoffe, viele neue Inspirationen bei MMM zu entdecken...

Schnittmuster: RONJA von pattydoo (oben verlinkt), Gr. 38 ohne Änderungen
Stoff: Sommersweat von ??? (ich weiß es nicht mehr...)
Plottermmotiv: I´ts fall y´all (oben verlinkt)
Verlinkung: MMM und After Work Sewing

12. September 2017

Mein bisher schönstes Kleid...

Heute möchte ich Euch mein neues Kleid vorstellen: schlicht, elegant, sommerlich/herbstlich. Kurzum: IMANI und persönlich mein bisher schönstes Selfmade-Kleid.


Ich bin immer wieder davon überrascht wie modern und stylisch die Schnitte von La Maison Victor ausfallen. Und ich traue mich sogar bei ganz neuen Modellen, nähe drauf los und wurde bisher noch nie enttäuscht. Bei IMANI hatte ich erst leichte Bedenken wegen der doch sehr stark ausgestellten Ärmel. Aber sie gefallen mir, sie sehen flott aus und verleiht dem Kleidungsstück das "gewisse Etwas".



Die einzige Änderung, die ich hier vorgenommen habe, war die Verlängerung des Gürtels. Besser gesagt: die Verlängerung des breiteren Gürtelbandes. Ich wollte eine geschlossenere Optik, der Abstand vorne sollte nicht zu weit ausfallen. Insgesamt habe ich bei Größe 38 um 11cm verlängert und entsprechend die Länge der dünnen Bänder um jeweils 5,5cm angepasst. 


Den Stoff hatte ich irgendwann mal vor 2/3 Jahren bei Stoff & Stil erworben und auf die passende Gelegenheit gewartet. Dieser Stoff ist nämlich großartig! Viskose aber irgendwie sandgewaschen, fühlt sich ein bisschen wie Cupro an. Eine schöne, matte Optik, wunderbar weich und entsprechend schwer. Leider damals nur in diesem Khaki-Ton erhältlich sonst hätte ich vermutlich alle Farbtöne mitgenommen.

IMANI schreit nach weiteren Ausführungen, dann aber aus gemusterten Stoffen wie in der Zeitschrift abgebildet. Eventuell sogar aus wärmeren Wollstoffen, das Kleid ist so konzipiert, daß man hier mit einem dünnen Shirt den Lagenlook gestalten kann. 

Bis dahin freue ich mich aber sehr über dieses Kleidungsstück und verabschiede mich von Euch mit ein paar weiteren Innenaufnahmen...





Schnittmuster: Kleid IMANI, La Maison Victor 09/10 2017, Gr. 38
Stoff: Viskose sandgewaschen von Stoff & Stil
Verlinkung: MMM und After Work Sewing

3. September 2017

Ein neues Oberteil im Destroyed-Look

In den letzten Wochen haben viele Stoffanbieter die s.g. Vintage-Jerseys vorgestellt. Auf allen sozialen Netzwerken waren diese Stoffe zu sehen und ich konnte natürlich nicht widerstehen... Wie immer, obwohl meine Stoffvorräte erst vernäht werden müssten.

So hielt ich einige Tage später ein Paket in den Händen mit diesem beigefarbenen Sternchen-Jersey und einem weiteren großen Stück mit kleinen runden "Löchern" in einem Rosaton.  



Wie man unschwer erkennen kann, konnte ich es nicht abwarten und habe nach dem obligatorischen Gang durch die Waschmaschine gleich mit der Arbeit begonnen. 





Entstanden ist mein erstes Shirt aus dem Buch "Alles Jersey" von Stefanie Brugger (herzekleid). 

Das Buch eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Es beinhaltet eine schöne Sammlung an Schnittmustern, die man als Basics immer gebrauchen und (ganz wichtig!) nach Belieben immer wieder ändern und kombinieren kann. Mich persönlich haben die vielen Tips überzeugt, trotz einer gewissen Näherfahrung konnte ich Vieles lernen bzw. werde hier und da künftig anders vorgehen. 

Mein heutiges Shirt ist das Modell "Algiers" welches ich in der Taille begradigt und die Ärmel verschmälert habe. Ich kann leider noch nicht beurteilen, ob das hier bei allen Oberteilen der Fall ist, aber die Schnittmuster scheinen knapp auszufallen. Ich bin froh, dass ich die Größe 40 zugeschnitten habe, meine übliche Kaufgröße 38 wäre viel zu klein und viel zu kurz gewesen. 






Ganz bewusst entschied ich mich für ein Schnittmuster mit Belegverarbeitung am Halsausschnitt. Das Material ist aufgrund der schwachen Elastizität nicht für die normalen Halsbündchen geeignet und mit anderen Stoffen wollte ich nicht kombinieren. Besonders hübsch finde ich den abgerundeten Saum, auch wenn mich dieser einige Nerven gekostet hat...





Tja, und nun kommen wir zu der Qualität des Stoffes. Ja, es sieht gut aus und ist mal etwas Neues und das ist natürlich spannend. Ich weiß nicht wie ich das jetzt beschreiben soll aber wenn man fast immer nur mit reinen Naturfaserstoffen näht dann fühlt sich diese Qualität etwas "künstlich" an. Die Zusammensetzung wird mit 80% Baumwolle und 20% Polyester angegeben aber man hat das Gefühl, dass hier mehr Polyester enthalten ist. Bitte, das ist jetzt mein persönliches Empfinden, ich möchte hier nichts unterstellen! 

Fakt ist aber, dass sich bereits nach einem Tag die ersten "Knötchen" bilden. Das kennen wir von Stoffen mit einem gewissen Polyesteranteil und schön finde ich das nicht! 


Beim Vernähen ist ebenfalls Vorsicht geboten. Der Unterstoff ist ganz dünn und empfindlich und neigt schnell zur Laufmaschenbildung. Das ist mir leider viel zu spät aufgefallen sonst hätte ich gleich statt Stecknadeln meine Klammern benutzt. Auch beim Umdrehen des Kleidungsstückes sollte man behutsam vorgehen, zu schnell bleiben die Finger an den dünnen Fädchen hängen und können diese beschädigen.


Alles in allem ist das kein Oberteil für die Ewigkeit aber es gefällt mir ganz gut! Da wir mit großen Schritten auf den Herbst zusteuern, werde ich wohl die andere Farbe erst im Frühling verarbeiten. Und vermutlich werden bei mir aufgrund der ersten Erfahrung keine weiteren Farbtöne dazukommen es sei denn die Hersteller ändern hier etwas an der Zusammensetzung.


Schnittmuster: aus dem Buch "Alles Jersey", oben verlinkt
Stoff: CUT Star Vintage-Jersey von EvLi´s Needle
Verlinkung: MMM und After Work Sewing

28. August 2017

Happy mit HappyPress

Anlässlich einer neuen Geräteanschaffung ist bei mir ein neues Shirt entstanden. Mein Liebligsschnitt des Sommers: die Odette aus La Maison Victor.



Aber nun zu meinem neuen Schätzchen. Ich habe schon seit langer Zeit nach einer Transferpresse gesucht, die ich bei Nichtbedarf auch mal in den Schrank stellen kann. Außerdem sollte sie intuitiv funktionieren und mich endlich von dem lästigen und kraftvollen Pressen mit dem Bügeleisen erlösen. Gute Kritiken sollte sie auch haben und nach Möglichkeit in Deutschland hergestellt sein.

OK, bis auf die Abstellmöglichkeit im Schrank sind alle meine Wünsche erfüllt worden. Und auch das wäre sicherlich bei einer entsprechenden Schrankgröße möglich. Oder ich müsste meine Stoffsammlung aussortieren und das ist mir keine Presse der Welt wert ☺ Nun steht sie bei mir in der Ecke und das knallige Pink bringt eine interessante farbliche Abwechslung in mein Nähzimmer...



Ich bin von meinem ersten Versuch total begeistert! Die s.g. Metallic-Folien lassen sich nur sehr schwer mit einem Bügeleisen verarbeiten. Nicht so hier: Temperatur und Zeit nach Anweisungen des Herstellers eingestellt und schon hielt ich in den Händen ein absolut perfektes Ergebnis.



Das Shirt habe ich aus einem nicht zu leichten Viskosejersey genäht. Schwarz passt ja immer und deswegen deklariere ich das hier, trotz der vielen Herzchen, zu einem Basic-Teil. Es fällt sehr schön, sogar viel besser als meine vorherigen Odette-Shirts aus Baumwolljersey.




Nun entsteht bei mir ein Sweater für den Allerliebsten. Mal schauen, vielleicht traue ich mich sogar an die Vintagefolien denn ich bin total im Plotterfieber und suche schon nach entsprechenden Motiven...

Schnitt: Odette, La Maison Victor 05/06 2017, Gr. 36 ohne Änderungen
Stoff: Viskosejersey
Verlinkung: RUMS

23. August 2017

Und wieder mal ein Basic - Frau Yoko ist da...

Eigentlich wollte ich gar keine eBooks mehr kaufen. Ich habe so viele Zeitschriften und damit verbundene Pläne aber ich konnte einfach den tollen Designbespielen von Frau Yoko in den sozialen Netzwerken nicht widerstehen... Das ist wie eine Sucht, man sieht etwas und möchte es auch unbedingt besitzen. Nicht schnöde von der Stange kaufen sondern machen, umsetzen, sich freuen. Kennt Ihr das auch ?

Entschieden habe ich mich für eine ganz schlichte Ausführung von Frau Yoko aus einem weißen Baumwollbatist mit Stickerei. Den Stoff habe ich bestimmt schon seit 5 Jahren im Schrank liegen. Ich glaube sogar, dass ich den damals zur Eröffnung der ersten Stoff und Stil-Filiale in Hamburg Halstenbek gekauft habe. Also hat das gute Stück in meinen Augen einen echten historischen Charakter ☺

Das Schnittmuster sieht eine Verarbeitung mit Belegen vor. So bin auch ich vorgegangen und habe anschließend alles aufgetrennt denn mein Stoff ist leider leicht durchsichtig. Das sah nicht aus also habe ich die Nahtzugabe umgebügelt, festgesteppt und bin mit der Lösung wirklich zufrieden.


Aus absoluten Resten des Stoffes (lag leider nur bei 1,10m Breite) konnte ich noch die Volantärmel zuschneiden. Ich mag sie sehr und bin froh, dass sie nicht breiter ausgefallen sind. So sind sie genau richtig zumal es sich hier nicht um eine fliessende Viskosequalität handelt. 


Die tiefe Kellerfalte unterhalb der Rückenpasse lockert die Bluse auf und sorgt für zusätzliche Bequemlichkeit. Was will man mehr?


Mit diesen etwas unglücklich (weil fast im Dunkeln) gemachten Fotos verabschiede ich mich von Euch und hoffe, dass wir uns morgen bei RUMS sehen...

Schnittmuster: Frau Yoko von FRITZI (oben verlinkt), Gr. 38
Stoff: Baumwollbatist von Stoff und Stil